Warum Bäume fürs Geflügel?
Das Haushuhn stammt vom Bankivahuhn ab, das in Südostasien Regenwälder, lichte Dschungelgebiete, Bambusdickichte, Mangrovenwälder sowie Sekundärwälder besiedelt. Auf einer offenen Wiese fühlen sich Hühner ungeschützt und bleiben in Stallnähe.
Mit schnellwachsenden Pappeln entsteht ein sich wiederholender Waldrand. Schon kurz nach der Pflanzung folgen die Tiere den Pappelreihen weiter in die Fläche, ab dem zweiten Jahr wird der Auslauf annähernd gleichmäßig genutzt. Nährstoffe verteilen sich besser, der stallnahe Bereich wird entlastet, und die Bäume nehmen Nährstoffe auf, bevor sie ins Grundwasser gelangen.
Frucht- und Nussbäume brauchen Jahre, bis sie diese Wirkung entfalten. Pappeln schaffen es in zwei Vegetationsperioden – fast immer ohne Bewässerung.
Tierschutz-NutztierhaltungsverordnungAusläufe sollen möglichst gleichmäßig genutzt werden können. Bäume, Sträucher und Hecken gelten dabei als ebenso geeignet wie künstliche Unterstände.
Bio-VerbändeBioland, Demeter und Naturland empfehlen schützende Gehölze im Grünauslauf, als Deckung und Schattenspender.
NiedersachsenSchnellwachsende Baumarten werden im Hühnerauslauf ausdrücklich als Vegetationsdecke anerkannt.