Bäume für den Geflügelauslauf

Hühner sind Waldvögel

Mit schnellwachsenden Pappeln wird Ihr Auslauf schon im Jahr der Pflanzung zum Hühnerwald: Die Tiere nutzen die ganze Fläche, Ihr Betrieb zeigt sich von seiner besten Seite und die Pappelbäume wachsen zu einem Holzvorrat heran.

  • Pflanzung direkt im genutzten Auslauf
  • Kein Baumschutz nötig
  • Im 2. Jahr oft schon über 5 m hoch
Braune und weiße Legehennen unter dem Kronendach eines Pappel-Agroforstsystems Luftbild: Pappelstreifen am Stall auf dem Bauckhof Legehennen zwischen viereinhalbjährigen Pappeln Luftbild: Pappelreihen im Auslauf am Legehennenstall Hennen in der Gasse zwischen siebenjährigen Pappelreihen
Schatten und Deckung unter dem Kronendach

Dreifacher Nutzen

Ein paar Baumstreifen mit Pappelbäumen verändern den Auslauf grundlegend. Der Aufwand ist überschaubar, die Wirkung sieht man schon im ersten Sommer.

Braune Legehennen unter dem Blätterdach der Pappeln
Tierwohl

Die Hennen trauen sich hinaus

  • Artgerechtes Verhalten wird möglich: Scharren, Picken, Ruhen im Schatten
  • Deckung und Schutz vor einigen Greifvogelarten, weniger Stress
  • Gleichmäßige Nutzung der ganzen Auslauffläche
  • Im Sommer Schatten und Kühle, im Winter Schutz durch weniger Wind
  • Laub zur Beschäftigung im Herbst und Winter
Luftbild: Hofstelle mit Pappelreihen im Herbstlaub
Bild und Image

Ein Auslauf, den man gern zeigt

  • Grüne Kulisse statt kahler Wiese, für Kundschaft, Nachbarn und Presse
  • Sichtbar artgerechte Haltung, passend zu Bio- und Tierwohl-Labels
  • Stall und Gelände fügen sich in die Landschaft ein
Holzernte im Winter: Kran lädt Pappelstämme auf einen Anhänger
Holzertrag

Auf derselben Fläche wächst Holz

  • Oft über 10 t Trockenmasse Zuwachs je Hektar und Jahr
  • Erste Ernte nach sechs bis acht Jahren, danach Neuaustrieb
  • Einstreu, Hackschnitzel, Industrieholz, nach Durchforstung sogar Sägeholz
  • Hochwertiger als gedacht: Fachbeitrag zur Pappel

Der Hühnerwald funktioniert für jedes Geflügel mit Auslauf.

Warum Bäume fürs Geflügel?

Das Haushuhn stammt vom Bankivahuhn ab, das in Südostasien Regenwälder, lichte Dschungelgebiete, Bambusdickichte, Mangrovenwälder sowie Sekundärwälder besiedelt. Auf einer offenen Wiese fühlen sich Hühner ungeschützt und bleiben in Stallnähe.

Mit schnellwachsenden Pappeln entsteht ein sich wiederholender Waldrand. Schon kurz nach der Pflanzung folgen die Tiere den Pappelreihen weiter in die Fläche, ab dem zweiten Jahr wird der Auslauf annähernd gleichmäßig genutzt. Nährstoffe verteilen sich besser, der stallnahe Bereich wird entlastet, und die Bäume nehmen Nährstoffe auf, bevor sie ins Grundwasser gelangen.

Frucht- und Nussbäume brauchen Jahre, bis sie diese Wirkung entfalten. Pappeln schaffen es in zwei Vegetationsperioden – fast immer ohne Bewässerung.

Tierschutz-NutztierhaltungsverordnungAusläufe sollen möglichst gleichmäßig genutzt werden können. Bäume, Sträucher und Hecken gelten dabei als ebenso geeignet wie künstliche Unterstände.
Bio-VerbändeBioland, Demeter und Naturland empfehlen schützende Gehölze im Grünauslauf, als Deckung und Schattenspender.
NiedersachsenSchnellwachsende Baumarten werden im Hühnerauslauf ausdrücklich als Vegetationsdecke anerkannt.
Luftbild bei Abendsonne: dreieinhalbjährige Pappelreihen rund um den Legehennenstall des Eierhofs Isernhagen Legehennen zwischen jungen Pappelreihen auf Hof Schierholz

So schnell wächst ein Hühnerwald

Vom Pflanztag bis zur ersten Holzernte, fotografiert auf Betrieben, die mit uns gepflanzt haben. Die Entwicklung auf einigen unserer Projekte haben wir über mehrere Jahre mit der Kamera begleitet.

Alle Videos auf YouTube
  1. Pflanzung der Pappelruten im Auslauf, Hühner laufen dazwischen
    PflanzungDie Ruten ragen rund einen Meter aus dem BodenÖkodorf Brodowin
  2. Einjährige Pappeln, Hennen verteilt in der Fläche
    1 JahrDie Hühner folgen den Reihen in die FlächeHof Schierholz
  3. Zweijährige Pappelreihen mit Hennen
    2 JahreOft schon über 5 m hochHof Schierholz
  4. Luftbild: zweieinhalbjährige Pappelreihen am Stall
    2½ JahreGeschlossene Baumreihen im ganzen AuslaufEierhof Isernhagen
  5. Hennen unter viereinhalbjährigen Pappeln
    4½ JahreSchatten und Deckung unter dem KronendachHof Schierholz
  6. Achtjährige Pappelstämme im Winter bei der Ernte
    8 JahreHolzernte, danach Neuaustrieb aus dem StockHof Müller-Hartmann

Aus der Praxis

Lignovis hat bisher über 50 Hühnerwälder in zehn Bundesländern gepflanzt, teilweise mit dem Status Agroforst, auf Bio- und konventionellen Betrieben.

Luftbild: Pappel-Agroforstsystem auf dem Bauckhof

Bauckhof Klein Süstedt

Niedersachsen, Demeter

Unser am längsten dokumentierter Hühnerwald. Nach sieben Vegetationsperioden ist ein Teil bereits geerntet und neu ausgetrieben.

Luftbild: Pappelstreifen mit Mobilställen auf Hof Schierholz

Hof Schierholz

Eydelstedt, Niedersachsen

Mobilstallhaltung mit drei Herden zu je 1.500 Legehennen. Direktvermarktung über mehrere Supermärkte und ab Hof als „Schierholzer Wald- und Wiesenei“.

Luftbild: Pappel-Agroforstsystem auf Hof Müller-Hartmann im Herbst

Hof Müller-Hartmann

Drögennindorf, Niedersachsen

Direktvermarktung der Eier über Supermärkte in der Region Lüneburg unter der Marke „Wanderhühner“. Hühner-Agroforst mit Bäumen in unterschiedlichen Altersklassen; einige Pappelstreifen wurden bereits einmal geerntet, ein Teil im Februar 2026. Video ansehen

Luftbild: Legehennenstall der Moorhof GmbH, umgeben von Pappelstreifen

Moorhof GmbH, Henning Voigt

Neukalen, Mecklenburg-Vorpommern, Naturland

In direkter Nachbarschaft zu See- und Fischadlern stiegen die Verluste im Auslauf. Lignovis bepflanzte über 10 ha an einem Tag. Schon im ersten Sommer gingen die Verluste zurück, in Stallnähe waren die Pappeln nach einem Jahr 2 bis 3 m hoch.

Pflanzung von Pappelruten im Hühnerauslauf des Ökodorfs Brodowin

Ökodorf Brodowin

Brandenburg, Demeter

Gepflanzt Ende März, trotz Frühjahrstrockenheit gut angewachsen. Das Holz soll später die eigene Hackschnitzelheizung versorgen.

So einfach geht's

Zwischen Ihrer Anfrage und der Pflanzung liegen oft nur wenige Wochen, abhängig von der Verfügbarkeit des Pflanzguts. Planung, Pflanzgut und Pflanzung kommen aus einer Hand.

  1. Planen

    Wir legen anhand eines Luftbilds Variante und Pflanzschema fest, passend zu festen Ställen, Mobilställen und Ihrer Pflegetechnik. Die Sortenwahl richtet sich nach Standort und Boden.

  2. Vorbereiten

    Die Pflanzstreifen werden vorab oberflächlich vorbereitet, zum Beispiel mit einer Bodenfräse. Bei größeren Projekten bieten wir die Vorbereitung der Streifen mit einer Frontfräse in Verbindung mit der Pflanzung an.

  3. Pflanzen

    Von Februar bis Mai werden die unbewurzelten Pappelruten (150–180 cm) 60–70 cm tief direkt in den genutzten Auslauf gesetzt. Unsere Maschine schafft bis zu sechs Hektar am Tag, kleine Flächen gehen auch mit dem Erdbohrer.

  4. Anwachsen lassen

    Im ersten Jahr 70 cm beidseitig der Reihen frei von Beikraut halten, wässern nur bei extremer Trockenheit. Im zweiten Jahr ein einfacher Schnitt auf den stärksten Trieb. Danach wachsen die Pappeln von selbst.

Welche Variante passt zu Ihnen?

Beide Varianten sind Nutzkulturen und dürfen wieder entfernt werden. Sie unterscheiden sich in Pflanzschema, Status der Fläche und Förderung. Bei einer Investitionsförderung gilt eine Zweckbindungsfrist.

Variante 1

Dauerkultur: Niederwald mit Kurzumtrieb

Doppelreihen über den ganzen Auslauf, meist 60 bis 80 % bepflanzt. So entsteht der typische Waldrandcharakter mit der größten Schutzwirkung.

  • Die Auslauffläche wird durch die nicht zu weiten Abstände zwischen den Gehölzstreifen sehr gleichmäßig genutzt.
  • Holzzuwachs und Erlös aus dem Holzverkauf sind höher, weil die Bäume gleichmäßig über den gesamten Auslauf verteilt sind.
  • Die Fläche wird im Agrarantrag als Dauerkultur geführt (Nutzungscode 841). Sie kann ohne Einschränkungen wieder zu Ackerland umgebrochen werden und wird weder im Förder- noch im Fachrecht zu Grünland.
  • Innerhalb von 20 Jahren muss mindestens eine Holzernte erfolgen, sonst werden die Bäume zu Wald. Die Wurzeln dürfen im Boden bleiben und neu austreiben.
  • Förderung: Die Fläche bleibt über die Einkommensgrundstützung förderfähig. Öko-Regelung 3 und Investitionszuschüsse gelten nur für Agroforstsysteme.
Doppelreihe
2 bis 4 m Reihenabstand, 1,5 m in der Reihe
Gasse
7 bis 8 m zwischen den Doppelreihen
Abstand
zu Zaun und Gebäuden stirnseitig mind. 8 m, seitlich mind. 5 m
Dichte
rund 1.200 Pappeln je ha Gehölzfläche
Pflanzplan eines Hühnerwalds mit festen Ställen, 5,2 ha Auslauf
Feste Ställe: 5,2 ha Auslauf, rund 3.750 Pappeln
Pflanzplan eines Hühnerwalds für zwei Mobilställe, 3,7 ha Auslauf
Mobilställe: 3,7 ha Auslauf, rund 3.700 Pappeln
Variante 2

Agroforstsystem

gemäß § 4 GAPDZV und Öko-Regelung 3

Etwas dichter bepflanzte Gehölzstreifen mit breiteren Grünstreifen dazwischen. Diese Variante ist besonders für Geflügelausläufe in Bundesländern mit Investitionsförderung für die Anpflanzung interessant.

  • Die Fläche behält den Status der Hauptkultur, also Ackerland oder Dauergrünland. Die Gehölze werden weder Wald noch Landschaftselement und dürfen ohne Einschränkungen wieder entfernt werden.
  • Öko-Regelung 3: 600 € je ha Gehölzfläche und Jahr, bundesweit.
  • Investitionsförderung für die Neuanlage in Niedersachsen (bis zu 80 % der Anpflanzkosten), Brandenburg (bis zu 100 % der Kosten) und Mecklenburg-Vorpommern (bis zu 65 % der Ausgaben).
  • Holzernte nur von Dezember bis Februar.
Anteil
2 bis 40 % der Fläche
Streifen
höchstens 25 m breit, auf überwiegender Länge mind. 20 m Abstand
Dichte
1.700 bis 2.500 Pappeln je ha Gehölzfläche
Symbolbild: Pflanzplan eines Agroforstsystems mit zwei Gehölzstreifen aus Pappeln und Vogelkirschen in einem von vier Ausläufen eines Feststalls, 38 % Gehölzanteil
Symbolbild: zwei Gehölzstreifen auf 1,19 ha, 38 % Gehölzanteil, als einer von vier Ausläufen eines Feststalls

Unser Rat: Stimmen Sie das Vorhaben vorab mit der zuständigen Landwirtschaftsbehörde und, bei Bio-Betrieben, mit Ihrer Kontrollstelle ab. Bei Neubauten gehört die Auslaufgestaltung oft schon zum Bauantrag. Wir unterstützen Sie dabei. Stand der Angaben: November 2026, ohne Gewähr.

Was kostet ein Hühnerwald?

Die Investition fällt einmal an. Danach wächst auf dem Auslauf ein Holzvorrat, der sich immer wieder ernten lässt.

Dauerkultur-Hühnerwald2.500–4.000 €je ha Auslauffläche4.000–5.000 €je ha Gehölzfläche
Agroforstsystem2.000–2.500 €je ha Auslauffläche, abhängig vom Gehölzanteilab 6.500 €je ha Gehölzfläche, abhängig von Projektgröße und Gehölzanteil

Die Spanne hängt von Flächengröße, Pflanzdichte, Pflanzgut und dem Umfang der Arbeiten ab. Ihr verbindliches Angebot erstellen wir nach einem kurzen Gespräch.

  • Holzerlöse können schon zur ersten Ernte die Anlagekosten decken, je nach Holzpreis.
  • Je Hektar Gehölz bindet der Holzzuwachs rund 18 t CO₂ im Jahr.
  • Als Agroforstsystem angelegt, gibt es eine jährliche Prämie und je nach Land einen Investitionszuschuss. Der Rechner zeigt beides für Ihre Fläche.
  • Tipp: Pflanzen Sie gleichzeitig ein Agroforstsystem auf Acker- oder Dauergrünland, um von günstigeren Staffelpreisen zu profitieren.

Kosten- und Förderrechner

Variante
Lage der Fläche
–Gehölzfläche
–Pappeln
–Schätzwert Pflanzgut, Logistik und Pflanzung, netto

davon Pflanzdienstleistung, Anfahrt und Pflanzgutlogistik: –

–Holzzuwachs Trockenmasse je Jahr
–Öko-Regelung 3 je Jahr
–

Unverbindlicher Schätzwert, netto zzgl. MwSt. Pappelruten 150–180 cm. Pflanzung mit unserer Pflanzmaschine und Fachkraft, Traktor stellt der Betrieb. Bei Förderung maßgeblich sind die jeweilige Richtlinie und der Bewilligungsbescheid. Bei Investitionsförderung darf erst nach Bewilligung gepflanzt werden.

Angebot für 5,0 ha anfragen

Häufige Fragen

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an: 040 18086953

Müssen die Hühner während der Pflanzung im Stall bleiben?

Nein. Die Pappelruten werden direkt in den genutzten Auslauf gepflanzt. Weil sie rund einen Meter aus dem Boden ragen, können die Hühner die oberen Triebe nicht abpicken. Ein Baumschutz ist nicht nötig.

Zählt die bepflanzte Fläche weiter als Auslauffläche?

Ja. Die mit Bäumen bepflanzte Fläche zählt vollständig als Auslauffläche.

Wie lange dauert es von der Anfrage bis zur Pflanzung?

Oft nur wenige Wochen, abhängig von der Verfügbarkeit des Pflanzguts. Gepflanzt werden die unbewurzelten Pappelruten im Frühjahr von Februar bis Mai. Wer eine Investitionsförderung nutzen möchte, muss vor der Pflanzung den Bewilligungsbescheid abwarten.

Wer erntet das Holz?

Die Ernte übernehmen regionale Dienstleister, mit Forsterntetechnik oder mit an Baggern montierten Fällgreifern bzw. Fällkneifern. In einigen Regionen unterstützt Lignovis bei der Vermittlung erfahrener Dienstleister. Geerntet wird je nach Standort nach sechs bis acht Jahren, danach treiben die Pappeln aus dem Wurzelstock wieder aus.

Gibt es eine Förderung?

Für Agroforstsysteme ja: bundesweit die Öko-Regelung 3 mit 600 Euro je Hektar Gehölzfläche und Jahr, in Niedersachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zusätzlich ein Zuschuss für die Neuanlage. Ein Hühnerwald als Dauerkultur bleibt über die Einkommensgrundstützung förderfähig.

Funktioniert das auch mit Mobilställen?

Ja. Für Mobilställe werden Fahrgassen frei gelassen. Die Reihen werden so angelegt, dass Stall und Pflegetechnik die Fläche weiter befahren können.

Luftbild: Pappel-Agroforstsystem auf dem Bauckhof

Planung, Pflanzgut und Pflanzung aus einer Hand

Lignovis plant und pflanzt seit 2011 Agroforstsysteme und Holzplantagen mit schnellwachsenden Baumarten, für kleine Höfe ebenso wie für Industriekunden. In unserer eigenen Baumschule ziehen wir das Pflanzgut, teils in Bio-Qualität, und pflanzen mit selbst konstruierter Technik.

32 Mio.gepflanzte Bäume
4.500 haGehölzfläche in 8 EU-Staaten
10Bundesländer mit Hühnerwäldern
75 haeigene Baumschule
20Pappel- und Weidensorten
6 haPflanzleistung am Tag
Titelseite der Broschüre Hühnerwald – Auslaufgestaltung als Agroforstsystem Broschüre Hühnerwald herunterladenAuslaufgestaltung als Agroforstsystem, PDF, 6 Seiten, 2,2 MB. Eine aktualisierte Fassung und ein neues Infoblatt erscheinen in Kürze.

Ihr Hühnerwald beginnt mit einer Anfrage

Schicken Sie uns Flächengröße und Standort, gern mit Luftbild oder Lageplan. Sie erhalten einen Pflanzvorschlag und ein unverbindliches Angebot.

Gepflanzt wird von Februar bis Mai. Zwischen Anfrage und Pflanzung liegen oft nur wenige Wochen, abhängig von der Verfügbarkeit des Pflanzguts. Bei Investitionsförderung muss vorher der Bewilligungsbescheid vorliegen.

Lignovis GmbH

Tietzestraße 29, 22587 Hamburg

040 18086953

E-Mail schreiben